Filme vom Medienprojekt Wuppertal im KMZ-Ludwigsburg

https://www.medienprojekt-wuppertal.de/

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto »das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum«.

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das »Medienprojekt« zur größten und ambitioniertesten Jugendvideoproduktion in Deutschland. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14–28 Jahren werden (im Rahmen von pädagogischen Institutionen oder privat organisiert) produktorientiert bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. in Wuppertal präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben. Alle Projekte dienen der aktiven Medienerziehung und dem kreativen Ausdruck jugendlicher Ästhetiken, Meinungen und Lebensinhalte. Die Formen der Filme sind Reportagen, Spielfilme, Trickfilme, Computeranimationen, Experimentalfilme und Musikclips i.d.R. als Kurzfilme.

Produktive Standbeine des »Medienprojekt Wuppertal« sind:
  • Das regelmäßig erscheinende Jugendvideomagazin »borderline«
  • Thematische Videoworkshops und Videoaktionswochen
  • Doku-Soaps
  • Thematische Dokumentationen
  • Internationale Videoprojekte

Im Rahmen der Arbeit des Medienprojekts werden jedes Jahr ca. 100 Videos von 1000 aktiven TeilnehmerInnen produziert. Die Videos haben in Wuppertal je ca. 5000 bis 8000 jugendliche ZuschauerInnen. Nach dem Motto »Jugendliche klären Jugendliche am besten auf« wird die Hälfte der Videos bundesweit über eine eigene Edition und über diverse Verlage als Bildungs- und Aufklärungsmedium vertrieben und erreicht so mehrere hunderttausend ZuschauerInnen.

Aufgrund ihrer professionellen Form und ihrer authentischen, inhaltlichen Dichte sind die Wuppertaler Jugendvideoproduktionen die meistgesehenen Jugendvideoproduktionen in Deutschland.

Sie erreichten in den letzten Jahren Preisträgerschaften bei allen wesentlichen regionalen, bundesweiten und europäischen Jugendvideofestivals und werden regelmäßig quer durch alle Kanäle im Fernsehen gesendet. Die in Wuppertal entworfenen Modellkonzepte wurden in den letzten Jahren in vielen anderen Städten übertragen und angewandt.

Im KMZ-Ludwigssburg gibt es zahlreiche Filme vom Medienprojekt Wuppertal zum ausleihen:

4665627 Jugendliche und Rechtsextremismus
46 Länge: ca. 90 min f Produktionsjahr: 2010 Zielgruppen: A(8-13); Q
DAS BRAUNE CHAMÄLEON (ca. 55 min): Die Erscheinungsform von Rechtsextremen hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Neonazis wie die “Autonomen Nationalisten” sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden von den Angehörigen linker Subkulturen. Rechtspopulisten wie die Mitglieder der “Pro-Bewegung” versuchen, sich bürgernah zu geben. Der Film beschreibt diese Strömungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Außerdem behandelt der Film die Frage, welche Möglichkeiten des Widerstandes möglich und sinnvoll sind.EINFACH MIT DEM STROM? – MÄDCHEN IN DER RECHTEN SZENE (ca. 33 min): Der Film gibt einen Einblick in die Motivation und die Gedankenwelt von Mädchen und jungen Frauen in Brandenburg, die in der rechten Szene scheinbaren Halt finden. Hierfür werden Expertinnen gegen Rechtsextremismus und eine ehemalige Mitläuferin der rechten Szene interviewt. Schwerpunkte sind dabei Inhalte, Mechanismen und Funktionen rechter Indoktrination.Zusatzmaterial: Interview mit Christiane Schneider von Jugendschutz.net über Rechtsextreme im Netz; Ausführliches Gespräch mit Ex-NPD-Funktionär Matthias Adrian über seine Biografie und neonazistische Ideologie.

4654405 Abgeschreckt hat es mich nicht
46 Länge: 45 min f Produktionsjahr: 2005 Zielgruppen: A(9-13); J(16-18); Q
Viele, insbesondere junge Schwule, haben heute, nach den relativ erfolgreichen Aufklärungskampagnen der 80-er und 90-er Jahren, wieder ungeschützten Sex. Das Risiko, dass sie sich und andere mit HIV infizieren könnten, wird oft nicht ausreichend wahrgenommen. Sie meiden das Thema unter anderem deshalb, weil sich viele Schwule durch die Projektion der Krankheit Aids auf Homosexuelle diskriminiert fühlen. Für den Film bearbeitete eine Gruppe junger Schwuler das Thema Sexualität insbesondere in Hinsicht auf HIV und Aids.

4654406 Mama ist lesbisch
46 Länge: ca. 25 min f Produktionsjahr: 2005 Zielgruppen: A(8-13); J(14-18); Q
Drei lesbische Familien erzählen von ihrem Leben mit Kindern ohne Männer. Sie berichten von Schwierigkeiten und Problemen, aber auch von Glück und Zufriedenheit. In den Interviews der jungen lesbischen Filmemacherin lässt der Film die Frauen, ihre Partnerinnen und die Kinder zu Wort kommen und ihr Leben und Lieben aus verschiedenen Perspektiven schildern. Wie wichtig ist eine männliche Bezugsperson in der Kindererziehung? Was für Konsequenzen hat es vor allem für die Kinder, wenn Mütter ihr Lesbischsein offen leben? Mit seinen Portraits wirbt der Film dafür, dass es schön ist, Frauen zu lieben und Kinder zu kriegen bzw. zu erziehen, als lesbische Familie zusammenzuleben, mit allem Glück und mit allen Problemen.

4657320 Sexualisierte Gewalt Nr. 2
46 Länge: ca. 95 min f Produktionsjahr: 2007 Zielgruppen: A(8-9); SO
Acht Kurzfilme handeln von sexualisierter Gewalt im Alltag: Genug!; Auf keinen Fall schweigen!; Wenn Angst und Selbstwertgefühl sich streiten; Jeden Tag…; Identität: unbekannt; Du bist nicht allein; Wenn Liebe zum Wahn wird. Stalking und seine Folgen; Waldesruh.

4659511 Geiler Scheiß
46 Länge: ca. 37 min f Produktionsjahr: 2008 Zielgruppen: A(8-13); J(14-18); Q
In dem Dokumentarfilm reflektieren Jugendliche offen ihren Umgang mit Pornografie im Internet, auf DVDs, in Zeitschriften etc. Junge Pornografiekonsumenten, Experten und Kritikerinnen kommen zu Wort. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen Pornografie, Sexualität und Moralvorstellungen.Zusatzmaterial: “Ein bisschen pervers”: Eine Umfrage unter Passanten; “Anregend, aufregend, aufklärend?”: Eine Umfrage mit SchülerInnen vor Wuppertaler Schulen; “pornös”: Junge Menschen auf der Sexmesse VENUS 2008; “Eine Frage der Moral”: Interview mit dem Sexualpädagogen Dr. Frank Herrath; “Ohne Liebe”: Interview mit dem Mitarbeiter Wolfgang Büscher der Berliner Einrichtung “Die Arche”; “Pornosüchtig”: Interview mit Phil Pöschl vom Selbsthilfeportal “Nackte Tatsachen”; Interview mit den FilmemacherInnen (gesamt 83 min).

4665627 Jugendliche und Rechtsextremismus
46 Länge: ca. 90 min f Produktionsjahr: 2010 Zielgruppen: A(8-13); Q
DAS BRAUNE CHAMÄLEON (ca. 55 min): Die Erscheinungsform von Rechtsextremen hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Neonazis wie die “Autonomen Nationalisten” sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden von den Angehörigen linker Subkulturen. Rechtspopulisten wie die Mitglieder der “Pro-Bewegung” versuchen, sich bürgernah zu geben. Der Film beschreibt diese Strömungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Außerdem behandelt der Film die Frage, welche Möglichkeiten des Widerstandes möglich und sinnvoll sind.EINFACH MIT DEM STROM? – MÄDCHEN IN DER RECHTEN SZENE (ca. 33 min): Der Film gibt einen Einblick in die Motivation und die Gedankenwelt von Mädchen und jungen Frauen in Brandenburg, die in der rechten Szene scheinbaren Halt finden. Hierfür werden Expertinnen gegen Rechtsextremismus und eine ehemalige Mitläuferin der rechten Szene interviewt.
Schwerpunkte sind dabei Inhalte, Mechanismen und Funktionen rechter Indoktrination.Zusatzmaterial: Interview mit Christiane Schneider von Jugendschutz.net über Rechtsextreme im Netz; Ausführliches Gespräch mit Ex-NPD-Funktionär Matthias Adrian über seine Biografie und neonazistische Ideologie.

4652695 Du bist schlimm!
46 Länge: ca. 27 min f Produktionsjahr: 2003 Zielgruppen: A(7-10); Q; T
In einem mehrmonatigen Langzeitprojekt haben Schüler und Schülerinnen ein Video zum Thema Mobbing und Gewalt an der Schule erarbeitet. Sie beschreiben ihre Erlebnisse aus Opfer- und Täterperspektive sowie als scheinbar Unbeteiligte. Die Interviews werden dabei von den Schülern untereinander geführt. Folgende Themen werden angesprochen: verschiedene Formen von physischer und psychischer Gewalt, Ursachen für das Anwenden und das Ertragen von Gewalt und Mobbing, Reaktionen von Lehrern und Eltern, Wegschauen oder Eingreifen, Gruppendynamik innerhalb einer Klasse, Möglichkeiten etwas zu verändern.Zusatzmaterial: Abschrift aller Interviews, Handreichungen für den Unterricht.

4654403 Obdachlosigkeit
46 Länge: ca. 28 min f Produktionsjahr: 2005 Zielgruppen: A(9-13); Q
Enthalten sind zwei Dokumentationen zum Thema “Obdachlosigkeit”:ANSONSTEN GEHT’S UNS PRIMA: Sechs Charaktere – sechs Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein können: von obdachlosen Männern und Frauen, die in Wohnheimen, Betreutem Wohnen, “draußen” oder wieder privat wohnen.HINFALLEN UND WIEDER AUFSTEHEN: Der Film portraitiert vier Männer und ihr Leben auf der Platte. Intensive Interviews geben authentische Einblicke über das Leben in Obdachlosigkeit aus Sicht der Obdachlosen.

4654404 Jung und Moslem in Deutschland, Teil 1
46 Länge: ca. 183 min f Produktionsjahr: 2005 Zielgruppen: A(7-13); J(16-18); Q
MEIN KOPFTUCH GEHÖRT DAZU (09:55 min): Vier junge Muslima erzählen über ihr Leben mit dem Kopftuch. Das Tragen des Kopftuchs ist Ausdruck ihrer Religiosität, die sie selbstbewusst leben. Sie schildern ihre Beweggründe, Erfahrungen und Probleme von Diskriminierung – z.B. bei der Arbeitssuche – und begründen, warum sie sich vor dem anderen Geschlecht verhüllen.DIE 5 SÄULEN DES ISLAM (19:27 min): Ilias, 18 Jahre, berichtet über die fünf Säulen des Islam. Das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Unterstützung von Bedürftigen, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerreise nach Mekka bilden den Rahmen des Lebens eines Moslem. Ilias beschreibt den Umgang mit diesen Regeln in seinem Alltag und den Einfluss auf sein Leben.ICH VERMISSE GAR NICHTS (10:43 min): Es gab mehrere Schritte im Laufe meines Lebens, wo sich das irgendwie weiterentwickelt hat, immer weiter gefestigt hat.” Warum konvertiert ein 19-jähriger deutscher Christ zum Islam?REBAZ – PORTRAIT EINES IRAKISCHEN KURDEN (7:13 min):
Der 18-jährige Rebaz floh mit seiner Familie vor fünf Jahren vor dem Krieg aus den kurdischen Gebieten im Norden des Iraks nach Deutschland. Im Film erzählt der sunnitische Moslem seine Ansichten zu den wichtigen Feldern seines Lebens: seine Religion, der Stellenwert der Ehre, die Funktion der Familie, seine zukünftige Ehe mit der schon lange versprochenen Cousine. Wie setzt er als junger Mann die Traditionen fort?ICH BIN GEZWUNGEN, ZWEI GESICHTER ZU TRAGEN (21:39 min): Muslimische Mädchen reden
über ihre Einstellungen und Erlebnisse von Sexualität: über die Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und der Ehre der Familie, über verschiedene Einstellungen zur Verhüllung, über Menstruation und ihr Verhältnis zu ihrem Körper, über ihre Erfahrungen von Selbstbefriedigung, über Tabus und Sünde. Eine junge Frau erzählt (anonymisiert) von ihren vorehelichen (auch sexuellen) Beziehungen.DIE SONNE ÖFFNET DAS HERZ (16:13 min): Junge Moslems verschiedener Herkunftsländer reden über ihre Sexualität: über ihre Liebesbeziehungen und vorehelichen sexuellen Erfahrungen, über ihre geheimen Treffen und die Kontrolle durch ihre Familien; davon, wie ihre Eltern ihnen die Heiratspartnerin aussuchen, über ihre verschiedene Einstellungen zur Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und Erlebnisse der Entjungferung, über Selbstbefriedigung, über die Relation von Sexualität und Liebe, und wie sie später ihre Kinder erziehen wollen.ANIL UND AMELI (19:05 min): Religion soll für ihre Liebe kein Hindernis sein. Musik, Tanz und Sport verbindet das junge muslimische Paar. Mit freundlicher Offenheit gewähren die beiden Einblick in ihr modernes Leben.KLARTEXT: EIN FILM ÜBER MOSLEMISCHE MUSIK IN DEUTSCHLAND (12:36 min): Der Film stellt deutschsprachige moslemische Musik verschiedener Stilrichtungen mit ihrer Bedeutung für die Musiker und die Zuhörer dar. Mit den persönlichen und religiösen Aussagen ihrer Texte und der sehr emotionalen musikalischen Interpretation im Pop-, HipHop- oder Liedermacherstyle wollen die Musiker ihre religiösen Gefühle und politischen Messages vermitteln: über ihre Liebe zu Gott und den Menschen, über ihre Kritik am Irakkrieg, der Verfolgungshysterie und den Diskriminierungen von Moslems nach den Terrorangriffen vom 09. 11., über Leben und Tod. Ihre wichtigste Aussage wollen sie (musikalisch) jedem weitergeben: “Islam heißt Frieden”.KONSTRUIERTE WIRKLICHKEITEN (21:09 min): Ein Video über den Islam in den Medien. Eine Gruppe Moslems aus verschiedenen Herkunftsländern untersucht mediale Bilder,
die über den Islam in Deutschland gezeigt werden, und deren Wahrnehmung. Der Film beinhaltet: a) Interviews mit Moslems und Nicht-Moslems zur subjektiven Wahrnehmung des Islams in den Medien.

4669070 Ich will einfach mal nichts tun
46 Länge: ca. 45 min f Produktionsjahr: 2012 Zielgruppen: A(8-13); Q; T
Die Anzahl der SchülerInnen, die unter Leistungsdruck in der Schule leiden, steigt in den vergangenen Jahren immer weiter an. Zu den größten Stressauslösern gehört die Angst vor schlechten Noten. Die verkürzte Gymnasialzeit, der immer anspruchsvollere Lernstoff und außerschulische Aktivitäten wie Sport, Nachhilfe oder Musikunterricht lassen den Jugendlichen nur noch wenig Raum für echte Freizeit. Auch der Konkurrenzdruck in Hinsicht auf attraktive Studiengänge und Jobs ist hoch. Der Film portraitiert Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die Gymnasien und eine Realschule besuchen. Er geht der Frage nach, welche Rolle Leistungsdruck in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung und die schulischen Leistungen der Jugendlichen spielt. Die Eltern der ProtagonistInnen beschreiben, inwieweit der schulische Leistungsdruck das Familienleben beeinflusst – und umgekehrt.Zusatzmaterial: Ihr könnt mich mal – Eine Dokumentation über einen Schulverweigerer.

4671143 Andere Welten
46 Länge: ca. 73 min f Produktionsjahr: 2013 Zielgruppen: A(9-13); J(14-18); Q
Exzessiver Internetgebrauch und Onlinesucht bei Jugendlichen wird im gesellschaftlichen Erziehungsdiskurs als Problem gesehen. Die starke Computernutzung der Jugendlichen löst Konflikte in Familien aus, weil schulische Verpflichtungen, soziale Kontakte und andere Freizeitbeschäftigungen vernachlässigt werden oder dies von den Eltern angenommen wird. Die Filme zeigen unterschiedliche Arten der Onlinenutzung von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Dabei spielen vor allem Computerspiele und Soziale
Netzwerke eine Rolle. Die Jugendlichen gehen in Interviews auf die eigene Computernutzung, deren Folgen und den erlebten Erwartungsdruck der Eltern und Lehrer ein. Sie reflektieren ihren Umgang mit dem Internet und anderen Arten der Computernutzung. Zusätzlich zu den persönlichen Erfahrungsberichten kommen medienpädagogische Experten zu Wort. Enthalten sind die Filme:RAUS INS NETZ (ca. 33 min): Ein Film über Online-Gaming.SCHEIN & SEIN (ca. 20 min): Soziale Netzwerke und deren Nutzung durch Jugendliche.ANDERE WELTEN (ca. 20 min): Behandelt wir die exzessive Computer- und Internetnutzung durch Jugendliche.Zusatzmaterial: Interview über Onlinegaming und -sucht; Interview über Internetsucht.

4671313 Drei Tage wach
46 Länge: ca. 60 min f Produktionsjahr: 2013 Zielgruppen: A(9-13)
Kokain, Ecstasy, (Meth-)Amphetamin oder LSD: Die als “Partydrogen” bezeichneten, meist illegalen Drogen werden inzwischen nicht nur innerhalb einer bestimmten Szene, sondern schicht-, alters- und geschlechterübergreifend konsumiert. Das Einnahmeausmaß unterscheidet sich individuell. Vom Gelegenheits- über den Alltags- bis hin zum Dauergebrauch sind die Formen des Konsums so vielfältig wie die Gelegenheiten, an denen dieser stattfindet. In dem Film werden junge Erwachsene bei ihrem Umgang mit Partydrogen begleitet. Dabei werden Gründe, Umstände, Wirkungen und Folgen des Konsums thematisiert: Wann, wie und warum nutzen junge Menschen “Partydrogen”? Welche Komplikationen, Probleme und Folgen gehen mit dem Drogenkonsum einher? Welche Auswirkungen und Konflikte hat die regelmäßige Drogeneinnahme auf Beziehungen zu PartnerInnen, FreundInnen und der Familie? Wie verlaufen Ausstiegsversuche? Welche Möglichkeiten und Hilfen gibt es für Betroffene und Angehörige? Wie werden diese Hilfen erlebt?Zusatzmaterial: Film “Crystal, Tag und Nacht”; Film “Was schluckst du?”; Film “Zu viel Euphorie”; Film “Die Drogen oder ich”; Film “Durch alle Schichten”; Film “Leben am Limit”.

4671334 Muslimfeindlichkeit
46 Länge: Produktionsjahr: Zielgruppen: A(8-13); J(14-18); Q
Muslimfeindlichkeit bzw. antimuslimischer Rassismus bezeichnet die Abwertung und Benachteiligung von Muslimen und die Feindseligkeit ihnen gegenüber, die mit der Zugehörigkeit der Betroffenen als homogene Gruppe zum Islam begründet und gerechtfertigt wird. Ziele dieser thematischen Filmreihe sind die Auseinandersetzung mit dem antimuslimischen Rassismus und den Folgen dieses Rassismus für Muslime und für das Zusammenleben verschiedener Kulturen, Religionen und Gruppen in der Gesellschaft. Die Filme dienen der Akzeptanz von Diversität, dem Abbau von Vorurteilen und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Rassismus. Enthaltene Filme:- DISKRIMINIERUNGSERFAHRUNGEN VON JUNGEN MUSLIMEN/MUSLIMINNEN- DER RASSISMUS IN UNS- WARUM SIND SIE (K)EIN RASSIST?- ISLAM IN DEN MEDIEN- WER HAT ANGST VORM BÄRTIGEN MANN?- EXPERTENINTERVIEWS- WAS STECKT HINTER PRO NRW.

4671372 Jugendverschuldung
46 Länge: ca. 171 min f Produktionsjahr: 2013 Zielgruppen: A(8-10); J(14-18); Q
Die Filmreihe handelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich schon früh in ihrem Leben verschuldet haben. Verschiedene Arten der Verschuldung durch Mietkosten, Bußgelder, Handyverträge oder die soziale Vererbung durch bereits verschuldete Eltern bilden zentrale Themen der Beiträge und Einzelporträts. Des Weiteren werden Formen der Schuldnerberatung und Präventionsarbeit im Bereich der Jugendverschuldung vorgestellt. Im Mittelpunkt der Portraits steht die Auseinandersetzung der Betroffenen mit ihrer Situation. Betrachtet wird, wie sie in diese Situation gekommen sind und welche Möglichkeiten sie für sich sehen, mit Geld im Allgemeinen und der Verschuldung im Besonderen umzugehen. Persönliche Konsequenzen sowie die psychosozialen Auswirkungen auf Freunde und Familien liegen im Fokus der filmischen Betrachtung. Ziel der Filmreihe ist es, Jugendliche für das Thema Finanzkompetenz und Schulden zu sensibilisieren, indem junge Betroffene Einblicke in ihre persönlichen Schicksale gewähren.

4672871 Notausgang
46 Länge: ca. 107 min f Produktionsjahr: 2014 Zielgruppen: A(10-13); J(16-18); Q
Im Januar 2014 starb das Ehepaar K. gemeinsam durch einen ärztlich unterstützten Suizid in der Schweiz. Der Film begleitet das Ehepaar in dieser selbstbestimmten Entscheidung bis in den Tod. Neben der Suizidbegleitung des Ehepaars K., zu der auch die helfende Ärztin Dr. Erika Preisig befragt wird, lässt der Film auch andere Sterbewillige mit schweren, chronischen lebensverkürzenden Erkrankungen zu Wort kommen. Im Interview beschreibt der Münchener Rechtsanwalt Wolfgang Putz die rechtliche Lage zur Sterbehilfe in Deutschland. Mehrere deutsche Sterbehelfer werden nach ihren Motivationen und Erfahrungen befragt. So versucht der Film den gesellschaftlichen und politischen Diskurs in Deutschland über Sterbehilfe und insbesondere den ärztlich assistierten Suizid über den Blickwinkel der tatsächlich Betroffenen, d. h. den hilfesuchenden, leidenden Patienten und den Sterbehelfern, zu unterstützen und Aufklärung hierüber zu leisten.Zusatzmaterial: 9 Interviews (ca. 131 min).

4674614 Zoey
46 Länge: ca. 40 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(7-10); SO; J(14-18); Q
Der fiktionale Spielfilm zeigt die 14-jährige Zoey, die mit dem Rückfall ihres alkoholkranken Vaters zu kämpfen hat. Der Alltag des Teenagers gerät ins Wanken und sie muss Verantwortung für ihren Vater, ihren 8-jährigen Bruder und sich selbst übernehmen, was nicht ohne Folgen bleibt.Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien.

4675001 Gut begleitet
46 Länge: ca. 55 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(10-13); J(16-18); Q
Der Film informiert über die vielfältigen Arbeitsbereiche in einem Hospiz, die Hospizkultur und die Haltung der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Eine ambulante Begleitung zu Hause bei einer Krebspatientin und bei einem Bewohner eines Altenheimes werden porträtiert und zeigen wie einfühlsame Hilfe durch Beratung und Gespräche, Zuwendung und non-verbale Aktivitäten bei den Patienten und auch den Angehörigen wirken. Zwei regelmäßige Trauerangebote, das Trauercafé und der Trauerspaziergang, werden aus den Blickwinkeln der Trauernden und der Begleiter vorgestellt. Die umfangreiche Ausbildung der ehrenamtlich Tätigen wird gezeigt. In monatlichen Mitarbeitergesprächen wird die Arbeit reflektiert und an die Verstorbenen gedacht.

4675143 Ausgegrenzt
46 Länge: ca. 38 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(9-13); SO; J(14-18); Q
Die Protagonisten haben verschiedene Behinderungen und erfahren in ihrem Alltag immer wieder unterschiedliche Formen von Behindertenfeindlichkeit. Wie fühlen sich die Menschen, wenn dauernd hinter ihnen getuschelt oder gekichert wird? Wie fühlt man sich, wenn einem in der Lohnarbeit kaum etwas zugetraut wird oder wenn der Wunsch nach Nähe wegen einer Behinderung scheitert? Der Film zeigt, dass Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung vielfach erlebt werden, aber durch die Handelnden nicht immer bewusst oder mit böser Absicht geschehen. Deshalb soll die Dokumentation Einblicke in diese Situationen und Gefühlslagen geben und zeigen, was die Diskriminierungen bei den Menschen bewirken und wie sie diese einschränken. Zusatzmaterial: 3 Filme.

4675296 Kaufen, kaufen, kaufen!
46 Länge: ca. 43 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(5-13); J(10-18); Q
Der Dokumentarfilm porträtiert junge Menschen und ihr Konsumverhalten sowie ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Konsum. Darüber hinaus zeigen die Jugendlichen im Selbstexperiment, wie sie zeitweise auf alltägliche Dinge wie Strom, Plastik oder Zucker verzichten und halten ihre Erfahrungen und Einsichten hierbei in Videotagebüchern fest. Verschiedene Nachhaltigkeitsmodelle werden exemplarisch dargestellt wie Leben ohne Geld, Werbung nur für Fair-Trade und Share-Economy.Zusatzmaterial: Interviews und Bonusfilme (ca. 60 min).

4675333 I’m too sexy for my …
46 Länge: ca. 49 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(8-10); J(14-18); Q
Auch und gerade Mädchen und junge Frauen nehmen Sexismus in seinen verschiedenen
Ausprägungsformen aktuell wahr. Sie nehmen ihn anders wahr, als in der Frauenbewegung der Siebzigerund Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts und gehen damit auch anders um. Betroffen von Sexismus sind – unabhängig von ihrer eigenen Wahrnehmung und Deutung – 100 aller Mädchen und Frauen. Auch wenn auch Jungen und Männer von Geschlechterungerechtigkeit betroffen sind, konzentriert sich diese Dokumentation thematisch auf Mädchen und junge Frauen. Die Protagonistinnen setzen sich in dem Film intensiv mit dem Thema Sexismus auseinander und schildern dabei ihr ganz persönliches Erleben von Sexismus und ihren Umgang damit. Sie berichten von ihren Eindrücken, Erfahrungen, Ängsten und Wünschen, ohne sich dabei in einer Opferrolle festzuschreiben.Zusatzmaterial: Experteninterview mit Anne Wizorek, Medienberaterin und Netzfeministin (ca. 20 min); Szenischer Spielfilm zum Thema Sexismus (ca. 9 min).

4675336 Dagegen
46 Länge: ca. 56 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(8-13); J(14-18); Q
Schon immer haben Menschen protestiert, demonstriert oder sich dagegengestellt. Sie alle verbindet ein Motiv: der Wunsch, zum Ausdruck zu bringen, dass in ihren Augen etwas anders laufen sollte. Protestformen bilden aber nicht nur einen wichtigen Bestandteil der Menschheitsgeschichte, sondern auch ein kulturelles Phänomen, das zur Identitätsfindung junger Menschen beiträgt. Der Protest bietet ihnen die Möglichkeit, sich auszudrücken, sich gesellschaftlich einzubringen und in ihrer Meinung weiterzuentwickeln. Der Film begleitet junge ProtestlerInnen bei ihren kreativen und vielfältigen Versuchen, ihre Anliegen in der Öffentlichkeit zu verankern. Was sind jedoch ihre Gründe, was treibt sie an und was motiviert sie? Die Anlässe und Inhalte sind divers und reichen von Protesten gegen die Globalisierung über Themengebiete wie Tier- oder Umweltschutz bis hin zu lokal angesiedelten Schwerpunkten wie das Auflehnen gegen bestimmte Baumaßnahmen oder Gentrifizierungsmaßnahmen in der eigenen Nachbarschaft. Ebenso ideenreich sind auch die Protestarten. Egal ob klassische Formen wie Demos, Mahnwachen und Blockaden oder modernere Ausprägungen wie Online-Petitionen oder virale Kampagnen: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.Zusatzmaterial: Film “Flüchtlinge sind willkommen”; Interviews.

4675513 Fremdfühlen
46 Länge: ca 12 min f Produktionsjahr: 2015 Zielgruppen: A(9-13); J(16-18); Q
Sechs junge Menschen mit Migrationshintergrund berichten davon, wo und wie sie sich zuhause bzw. fremd fühlen. Alexandra ist Jüdin und stammt aus der Ukraine, Erens Eltern kommt aus den kurdischen Gebieten der Türkei, Shagkayegh aus dem Iran, Horsts Vater ist Deutscher, seine Mutter Ecuadorianerin, er wurde in Ecuador geboren. Akram flüchtete aus Syrien nach Deutschland. Die Jugendlichen beschreiben ihre unterschiedlichen Identitäten. Sie wollen akzeptiert werden als Mensch und wollen nicht als Repräsentanten einer Gruppe behandelt werden, die sich anpassen soll. Ihr Plädoyer ist die Normalität einer gemischt-kulturellen Gesellschaft ohne Stereotype und Ressentiments, so versuchen sie zu leben.