Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto »das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum«.

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das »Medienprojekt« zur größten und ambitioniertesten Jugendvideoproduktion in Deutschland. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14–28 Jahren werden (im Rahmen von pädagogischen Institutionen oder privat organisiert) produktorientiert bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. in Wuppertal präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben. Alle Projekte dienen der aktiven Medienerziehung und dem kreativen Ausdruck jugendlicher Ästhetiken, Meinungen und Lebensinhalte. Die Formen der Filme sind Reportagen, Spielfilme, Trickfilme, Computeranimationen, Experimentalfilme und Musikclips i.d.R. als Kurzfilme.

Produktive Standbeine des »Medienprojekt Wuppertal« sind:

  • Das regelmäßig erscheinende Jugendvideomagazin »borderline«
  • Thematische Videoworkshops und Videoaktionswochen
  • Doku-Soaps
  • Thematische Dokumentationen
  • Internationale Videoprojekte

Im Rahmen der Arbeit des Medienprojekts werden jedes Jahr ca. 100 Videos von 1000 aktiven TeilnehmerInnen produziert. Die Videos haben in Wuppertal je ca. 5000 bis 8000 jugendliche ZuschauerInnen. Nach dem Motto »Jugendliche klären Jugendliche am besten auf« wird die Hälfte der Videos bundesweit über eine eigene Edition und über diverse Verlage als Bildungs- und Aufklärungsmedium vertrieben und erreicht so mehrere hunderttausend ZuschauerInnen.

Aufgrund ihrer professionellen Form und ihrer authentischen, inhaltlichen Dichte sind die Wuppertaler Jugendvideoproduktionen die meistgesehenen Jugendvideoproduktionen in Deutschland.

Sie erreichten in den letzten Jahren Preisträgerschaften bei allen wesentlichen regionalen, bundesweiten und europäischen Jugendvideofestivals und werden regelmäßig quer durch alle Kanäle im Fernsehen gesendet. Die in Wuppertal entworfenen Modellkonzepte wurden in den letzten Jahren in vielen anderen Städten übertragen und angewandt.

https://www.medienprojekt-wuppertal.de/home

Online Medien des Medienprojekts Wuppertal – über die Mediathek Sesam stream- und downloadbar.

55504771   Filme gegen den Krieg

Typ:   Länge: 95 min f   Produktionsjahr: 2022
Jungen Menschen setzen ein solidarisches Zeichen durch selbstgemachte Antikriegsfilme: gegen den Krieg, für Frieden und Solidarität mit allen Menschen, die von Krieg, Gewalt und Flucht betroffen sind. In den Reportagen, Kurzspielfilmen und Animationen zeigen sie ihre besonderen Blickwinkel auf Krieg und Frieden. Die Filme: Change of Plans 11 Min Eine Geschichte junger Menschen aus der Ukraine und aus Deutschland, die sich trotz ähnlichem Alltag, aufgrund des Krieges plötzlich völlig unterschiedlichen Realitäten gegenübersehen. In einer Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm wird die Flucht aus der Ukraine im Krieg erzählt. Putins Herz 2 Min Im Traum findet sich eine Lösung jenseits von Diplomatie und Krieg. Ein Animationsfilm. Wie gehts Ihnen mit dem Krieg? 5 Min. Kinder befragen Bürger:innen Wuppertals über den Ukraine-Russland-Krieg und die Diskriminierung von Flüchtlingen. Leben im Albtraum 13 Min Als sie vom Krieg in der Ukraine überrascht wurden, sind die zwei Freundinnen Iryna und Iryna von Charkiw nach Wuppertal geflüchtet. Im Film erzählen sie von den Erfahrungen ihrer Flucht und von dem seltsamen Gefühl, wieder in Sicherheit zu sein. Was bedeutet es, ein neues Leben anfangen zu müssen? Slava Ukrajina 12 Min Sofiia und ihre Mutter Natalia haben nach ihrer strapaziösen Flucht in Wuppertal ein neues Leben begonnen. Sie sprechen über ihre Erinnerungen an die Ukraine und die letzten Tage vor dem Krieg, über ihr Bild von Russland und darüber, wie Humor Ihnen hilft, mit dem Erlebten fertig zu werden. Es bricht der Kopf dabei 3 Min „Wieso?“ Wenn der Frieden eine Selbstverständlichkeit ist, sind die Gewalt und das Leiden des Kriegs unvorstellbar und unerklärlich. Ein Animationsfilm über Sprachlosigkeit. Flucht ist Flucht 5 Min In einem Wald treffen zwei aus verschiedenen Ländern geflüchtete Jugendliche zufällig aufeinander und stellen fest, dass sie gar nicht so viel voneinander unterscheidet. Ein Kurzspielfilm. Krieg und Rassismus 8 min „Welche Bedeutung hat Krieg in Deinem Leben?“ Schüler*innen sprechen über den Krieg in der Ukraine und wie die Gesellschaft unter Geflüchteten verschiedener Herkunft unterscheidet. Krieg 3 Min. Während der Vater als Soldat eingezogen wird, flieht eine Familie in der Ukraine vor dem Krieg. Ein Lego-Stop-Motion-Film Selbst aktiv werden 9 Min Ein Einblick in den Alltag von jungen ehrenamtlichen Helfer*innen in der Begegnungsstätte der Caritas Wuppertal. Krieg ist in Europa 12 Min. Am 12.03.2022 fand in Wuppertal eine Anti-Kriegs-Demonstration für Solidarität mit der Ukraine und einen Stopp des Krieges statt. Junge Filmemacher des Medienprojekts Wuppertal dokumentieren den Protest. Jeder Jeck ist anders – Alle gegen Krieg! 12 Min. Am 28.02.2022 versammelten sich in Köln ca. 250.000 Menschen am Rosenmontag, um gegen den Krieg in der Ukraine zu protestieren, ihre Solidarität auszusprechen und ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

55501721   Alle auf einen

Typ: 55   Länge: ca. 120 min f   Produktionsjahr: 2019
SOZIALE HETZWERKE: In dem dokumentarischen Film befassen sich junge Menschen damit, wie die aktuelle politische Situation im Internet zu Hate Speech führt. Daneben werden die Mechanismen hinter den gezielten politischen Kampagnen aufgezeigt, welche digitalen Techniken politische Hetzer nutzen und welche Rolle dabei die sozialen Netzwerke selbst spielen. WAR DOCH NUR SPASS!: Cybermobbing: „Das gibt’s überall!“ – aber was ist das eigentlich? Wie gehe ich damit um, wenn ich gemobbt werde, und was kann ich machen, wenn ich sehe, dass andere unter Mobbing leiden? Eine Kurzdokumentation zum Thema Cybermobbing unter Jugendlichen. DON’T HATE, MAKE LOVE: Straßeninterviews mit jungen Wuppertalern und Wuppertalerinnen zum Thema Hate Speech. HATE NIGHT SHOW: In der verrückten, kuriosen Hate Night Show von Gastgeber Basti Schmidt treffen ein gehateter YouTuber und sein Hater aufeinander. Ab wann werden Beleidigungen zur Hassrede und was muss zensiert werden? Basti Schmidt muss in seiner Show seine eigene leidvolle Erfahrung machen. FIGHTING FOR LOVE: Zwei beste Freundinnen erzählen sich gegenseitig von ihrem neuen großen Schwarm und bemerken, dass es derselbe Junge ist. Tief verletzt beginnt ein Cyberkrieg zwischen den beiden, in den die gesamte Klasse involviert wird. Doch eine Kleinigkeit haben die beiden im Eifer des Gefechts außer Acht gelassen. DIE UNSCHULDIGE: Eine Schülerin wird fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt. Daraufhin schlägt ihr online eine Welle des Hasses entgegen. Doch dann bemerkt sie ein Detail und steht vor einer wichtigen Entscheidung. FEHLSTART: Nachdem eine neue Schülerin in die Klasse kommt, verschwindet das Geld, welches für einen Klassenausflug gedacht war. Sofort wird die Neue verdächtigt und in der Klasse bricht Hate über Social Media aus. DIE WAHL: Kurz vor der Wahl des Klassensprechers gerät Paul in einen Konflikt mit einem Mitschüler, der sich schließlich ebenso wie Paul zur Wahl stellt. Dadurch eskaliert ein Machtkampf, in dem Hate-Speech-Kommentare auf WhatsApp und Instagram bald in blanken Hass in der realen Welt umschlagen. INASTORY: Musikvideo zum Thema Hate Speech unter jungen Menschen in den sozialen Medien. EXPERTEN-/EXPERTINNEN-INTERVIEWS: – mit Anna von Hodenberg von HateAid zur Unterstützung von Betroffenen digitalen Hasses. – mit Nils Vief, Institut für Politikwissenschaft an der Uni Marburg. – mit Marvin deVren von LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz. – Heiko Wolf, freier Medienpädagoge.

55503544   F**k dich

Typ: 55   Länge: ca. 58 min sw+f   Produktionsjahr: 2021
Die Filmreihe besteht aus dokumentarischen und fiktionalen Filmen zu verschiedenen Aspekten von gruppenbezogenen Beleidigungen. Jugendliche reflektieren in den Filmen ihre eigenen positiven und negativen Erfahrungen mit Beleidigungen. Interviewfilme Welche Beleidigungen nutzen die Jugendlichen? Warum beleidigen sie manche Personengruppen besonders? Wie werden Menschen auf Grund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunftskultur erniedrigt? Wie gehen sie damit um, wenn sie selber beleidigt werden? Wo und warum sehen Jugendliche in den eigentlich negativen Zuschreibungen Respektbezeugnisse. Wann mischen sie sich ein und wann gehen Beleidigungen zu weit? • Einfach alles rauslassen Beleidigungen können verletzen, Spaß machen oder ein Ventil für Wut sein. Doch manchmal führen sie zu Missverständnissen mit ungewollten Folgen. Ein Interviewfilm über die schönsten Schimpfworte, persönliche Erfahrungen und Reue. 18 Min. • Internet ist wie Ostern, da hat jeder Eier Nicht nur auf dem Schulhof wird beleidigt – auch online. Wie unterscheiden sich Beleidigungen in Internetkommentaren zu denen im echten Leben? Eins ist klar: Im Internet gelten ganz andere Regeln. 9 Min. • No-Gos Viele Beleidigungen gehen leicht über die Lippen. Doch was manche als Spaß meinen, finden andere gar nicht lustig. Einblicke über No-Gos, Regeln beim Beleidigen und sexistische, rassistische und antisemtische Diskriminierung. 15 Min. Kurzspielfilm “Circle of Death” Mike lädt Jessi zu einem Spieleabend zu sich ein. Das gefällt seinem besten Freund Anton überhaupt nicht, schließlich ist er heimlich in Mike verliebt und hat gehofft, den Abend mit Mike alleine verbringen zu können. Doch Jessi kommt vorbei, immerhin hat sie nicht nur ihre Mutter belogen, sondern auch ihre beste Freundin Leo versetzt, um beim Spieleabend dabei sein zu können. Als Leo ebenfalls bei Mike auftaucht, sind die Jungs gar nicht erfreut über das burschikose Mädchen. Vor allem Mike beginnt Leo zu ärgern. Doch Leo kontert und verlangt im Spiel, dass Mike Anton küssen soll. Da wehrt sich Mike mit voller Kraft – er sei keine „scheiß Schwuchtel“. Anton bekommt zu viel und die Party eskaliert. 17 Min. Ziele der Filme ist, dass die jugendlichen Zuschauer*innen erkennen, dass Beleidigungen individuell verletzen können und daher ein achtsamer Umgang wichtig ist. Die Filme sollen einen respektvollen Umgang aller miteinander unabhängig von den Hintergründen der Menschen, die Reflexion des eigenen Verhaltens, die Akzeptanz von Diversität und den Abbau von Vorurteilen unterstützen. Eine Produktion des Medienprojekt Wuppertals mit dem Fachbereich Jugend & Freizeit, Kinder- und Jugendschutz und Haus der Jugend Barmen, gefördert durch das Landesprogramm NRWeltoffen.

55503653   Mein Körper, meine Rechte

Typ: 55   Länge: ca. 90 min f   Produktionsjahr: 2021
Die Filmreihe besteht aus Kurzspielfilmen, Interviewfilmen und Animationen zu den Themen Sexting, Catcalling, Pornografie, sexualisierte Gewalt und digitale Selbstbehauptung bei Jugendlichen. Sie beschreibt die Problemlagen durch Grenzüberschreitungen und Übergriffigkeiten im Alltag der Jugendlichen, die Gedanken und Gefühle von Mädchen und Jungen hierzu und Möglichkeiten der Selbstermächtigung und Hilfe.

55503651   Voll peinlich

Typ: 55   Länge: ca. 148 min f   Produktionsjahr: 2021
Die Filmreihe besteht aus dokumentarischen und fiktionalen Filmen über den Umgang von Jungen und Mädchen mit Scham. Im Zentrum der Filme stehen ihre persönlichen Erfahrungen von erlebten peinlichen Situationen bis hin zu Ereignissen oder Eigenschaften, die große Scham ausgelöst haben. Dabei werden nicht nur die problematischen und negativen Anteile, sondern auch die konstruktiven und positiven Seiten von Schamgefühlen thematisiert. Die Filme sollen Jungen und Mädchen ermutigen, ihre Schamgefühle zu reflektieren und zu hinterfragen. Sie werden motiviert, sich der Scham zu stellen, anstatt sie zu verstecken.

55504587   Me, myself and I

Typ: 55   Länge: ca. 105 min f   Produktionsjahr: 2022
Die Kurzfilme beschäftigen sich mit Selfies und der Selbstdarstellung von Jugendlichen in sozialen Medien. In den Dokumentar- und Kurzspielfilmen setzt sich die Filmreihe mit positiven Potentialen als auch negativen Folgen der Selfie-Kultur auseinander. SELFISCH (ca. 18 min): Die zwei Freundinnen Leo und Majda stylen sich und machen Selfies. Als eins der Selfies viral geht, geraten die beiden in einen Konkurrenzkampf, der dazu führt, dass ihre Freundschaft in die Brüche geht. Ein Film über (Selbst-)Wahrnehmung im Internet. YO ICH BIN AUCH DABEI (ca. 13 min): Von gefakten Fotos und Cybermobbing bis hin zu höheren Selbstwertgefühlen und Spass – Jugendliche berichten von ihren positiven wie auch negativen Erfahrungen mit Selfies. Für viele ist es ein Hobby oder eine digitale Erinnerung. Beim Hochladen der Fotos sehen sie aber auch Gefahren in der suchthaften Nutzung und der Abhängigkeit von Likes. Interviews mit Spielfilmszenen. ONLINE (ca. 9 min): Jackson ist auf TikTok sehr aktiv. Er erzählt, wie er seine Videos macht, welche Inhalte und Aussagen diese haben und wie seine Onlinepräsenz ihn und sein alltägliches Leben beeinflusst. SELFIETIME (ca. 16 min): Azra, Vale und Jenni erzählen, was es für sie bedeutet, Fotos und Videos von sich zu machen. Im Alltag alles und dabei hauptsächlich sich selbst zu dokumentieren, ist für sie nicht mehr wegzudenken. Es ist ihre Art der Kommunikation untereinander, ein Support, der das Selbstbewusstsein stärkt. Hate-Kommentare oder das Ausbleiben von Likes versuchen sie nicht an sich heranzulassen. TUNNELBLICK (ca. 8 min): Auf Instagram gerät Sophie in einen Sog vermeintlicher Erwartungen und lässt sich davon treiben, den anderen zu gefallen. Als eine Freundschaft zu zerbrechen droht, steht sie vor einer schwierigen Wahl. Gelingt es ihr, wieder zu sich selbst zu finden? Ein Kurzspielfilm. 500 LIKES (ca. 7 min): Louisa ist Influencerin und postet regelmäßig Fotos von sich. Ein paar ihrer Mitschüler:innen lästern über sie und gönnen ihr die vielen Likes nicht. Keiner weiß, dass sowohl hinter ihren Reaktionen als auch Louisas Selfies viel mehr steckt. Ein Kurzspielfilm mit integrierten Interviewpassagen. ICH FIND MICH DA HÜBSCH (ca. 8 min): Jugendliche reden über ihre Selbstdarstellung in sozialen Medien und welchen Druck Filter und Fotobearbeitungen sowie das permanente Posten von Selfies in ihnen auslösen. #SEFIE (ca. 12 min): In diesem Spielfilm vermitteln Schüler:innen eine wichtige Message zum Umgang mit Sozialen Medien und dem gesellschaftlichen Druck dabei. Parallel dazu erzählen sie dokumentarisch über ihre persönlichen Erfahrungen mit Fake, Hate, Mobbing und wie sie zum Posten eigener Selfies im Internet stehen. NICHT GUT GENUG (ca. 10 min): Emily und Paula vergleichen sich im Internet, insbesondere auf Instagram, oft mit gleichaltrigen Mädchen oder Frauen. Auch Paula hat schon abwertende Kommentare erhalten. Dieser Abgleich und die digitalen Abwertungen beschäftigen beide intensiv und hinterlassen Selbstzweifel und Unsicherheiten. Emily hadert zwar heute immer noch mit sich, reflektiert aber das idealisierte Frauenbild im Internet und grenzt sich davon ab. Paula hat es durch positive Gedanken geschafft, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. MACHST DU SELFIES? (ca. 4 min): Junge Bürger:innen werden befragt, wie und warum sie Selfies von sich machen.

55504837   Zu viel

Typ: 55   Länge: ca. 56 min f   Produktionsjahr: 2022
Der Dokumentarfilm porträtiert Petra (58), Christian (37) und Nils (21), die an Adipositas erkrankt sind und zeigt ihre Geschichten und ihren persönlichen Umgang mit der Krankheit. Durch den großen Gewichtsverlust seit ihrer Magenverkleinerung hat sich Petras Leben zum Positiven verändert. Christian, der Gründer des Adipositas Netzwerks NRW kämpft mit einem Rückschlag, nachdem er bereits zweimal operiert wurde. Nils, der nicht nur von Adipositas, sondern auch von einer autistischen selektiven Essstörung betroffen ist, versucht immer wieder mit speziellen Diäten und viel Sport abzunehmen. Die drei erzählen von ihrem Kampf ihr Gewicht zu halten und werden in ihrem Alltag begleitet. Rückblickend erzählen sie, wann und warum sie sich für eine Operation oder dagegen entschieden haben und was sich seitdem verändert hat. Der Film hinterfragt, wie sie mit Adipositas leben und welche Rolle die Erkrankung in ihrem Lebensalltag spielt. Neben den negativen psychischen und physischen Auswirkungen wird genauso thematisiert, was ihnen geholfen hat, um einen positiven Umgang mit der Erkrankung zu finden. Die Filme sollen der Stigmatisierung von adipösen Menschen entgegenwirken, Auswege aus der Krankheit aufzeigen, Selbstwertgefühle in Betroffenen hervorrufen und für mehr Verständnis werben.Zusatzmaterial: Ich habe mich dick-diätet (ca. 16 min).

55504841   Viva la Vulva 1

Typ: 55   Länge: ca. 127 min f   Produktionsjahr: 2022
In der Filmreihe kommen verschiedene menstruierende junge Menschen zu Wort. Offen erzählen sie nicht nur über ihre erste Periode und die Scham, die damit einher ging, sondern klären auch über die verschiedenen Menstruationsprodukte auf, die sie benutzen. Themen wie Regelschmerzen, Blutungen und gynäkologische Untersuchungen gehören genauso zu ihrem Alltag wie die Auseinandersetzung mit ihrer Vulva. Weitere Fragen sind: Inwiefern verbinden sie das Thema Weiblichkeit mit ihrer Periode? Wie gehen sie mit den besonderen Herausforderungen durch ihre Menstruation in ihrem Schul- und Arbeitsalltag um? Das Motto „Viva la Vulva“ steht für eine positive, lustvolle Ausrichtung auf die eigene Weiblichkeit. Die Filmreihe ermöglicht aus unterschiedlichen Perspektiven einen offenen Einblick in den Lebensalltag von Menstruierenden und den Bemühungen, ihre Periode und die damit einhergehenden Herausforderungen als natürlichen Bestandteil ihres Lebens in ihren Alltag zu integrieren.

55502490   Respekt

Typ: 55   Länge: ca. 51 min f   Produktionsjahr: 2020
Das Medium enthält dokumentarische und fiktionale Filme zu verschiedenen Aspekten von Respekt und Anerkennung. Jugendliche reflektieren in den Filmen ihre eigenen positiven und negativen Erfahrungen mit Respekt und Anerkennung. Vor wem und was haben Jugendliche Respekt, wo nicht? Welche Eigenschaften und welches Verhalten machen einen Menschen besonders? Was erleben Jugendliche als respektlos? Wo haben Jugendliche ihnen gegenüber respektloses Verhalten erlebt, wo wurden sie unfair behandelt – wo waren sie selbst unfair oder respektlos? Wo und warum erleben Jugendliche Respekt von anderen? Wie wird Respekt gezeigt, wie entsteht Toleranz gegenüber anderen Menschen? Die Filme sollen einen respektvollen Umgang aller miteinander unabhängig von den Hintergründen der Menschen, die Reflexion des eigenen Verhaltens, die Akzeptanz von Diversität und den Abbau von Vorurteilen unterstützen.

55501985   Erwischt

Typ: 55   Länge: ca. 83 min f   Produktionsjahr: 2020
Als junger Mensch mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten und mit den strafrechtlichen Konsequenzen konfrontiert zu sein, kann einen prägenden Wendepunkt in einer jungen Biographie bedeuten. Nah am Erleben betroffener Jugendlicher beleuchten die Filme verschiedene soziale, individuelle und strukturelle Ursachen der Straffälligkeit. Im Fokus der Filme steht die Reflexion der Straftaten und ihrer Konsequenzen durch die Jugendlichen. Die Filme begleiten die Jugendlichen in die Praxis jugendstrafrechtlicher Maßnahmen mit erzieherischem Anspruch, wie die Verrichtung gemeinnütziger Arbeit oder Trainings zur Selbstkontrolle, und beschreiben deren Wirkungen auf die Betroffenen. In den Interviews geht es auch um die Auseinandersetzung mit den Folgen der eigenen Handlungen für sich und andere, um den Umgang mit Wut, Angst und Aggressionen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsrolle. Im Vordergrund der Filme stehen betroffene junge Menschen, ihre Geschichten und die Frage, was sie benötigen, um sich aus oftmals erschwerten Startbedingungen zu befreien und sich zu eigenverantwortlich handelnden Menschen zu entwickeln. Im Sinne der Kriminalprävention soll die Filmreihe Jugendliche zur Reflexion ihres Handelns mit den Folgen für Opfer und Täter anregen und sie stärken, Straftaten zu vermeiden.Zusatzmaterial (ca. 99 min): Experteninterviews.

55501743   Alltagsrassismus

Typ: 55   Länge: ca. 57 min f   Produktionsjahr: 2019
Die Filmreihe besteht aus einem Kurzspielfilm und mehreren dokumentarischen Filmen. In den dokumentarischen Filmen sprechen Jugendliche verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und ihren Umgang damit. Wie reagieren sie, wenn eine Einzelperson oder eine Gruppe beleidigt wird? Wo mischen sie sich ein und wo nicht? Die Jugendlichen zeigen ihr Leben in einer multikulturellen Gesellschaft mit den Herausforderungen, die diese mit sich bringt. Die eigene Herkunft und die kulturelle Zugehörigkeit spielen dabei für sie in ihrem Alltag eine genauso wichtige Rolle wie kulturelle Unterschiede und Abgrenzungen. Mit wem sind sie befreundet – mit wem nicht? Was lernen sie von anderen Kulturen und wie wirkt sich kulturelle Vielfalt auf den Freundeskreis aus?

5564416   Hin und weg 1

Typ: 55   Länge: ca. 240 min f   Produktionsjahr: 2016
In den Reportagen und Kurzspielfilmen geht es um die Flucht, Ankunft und Integration der Geflüchteten und das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung mit den Geflüchteten. Zusatzmaterial (ca. 52 min).

5564014   4 Likes für ein Halleluja

Typ: 55   Länge: ca. 15 min f   Produktionsjahr: 2016
Der Film berichtet kurz über den unübersichtlichen Markt der Religionen und befasst sich dann mit dem Christsein im normalen Alltag. Wie erkennt man dieses? Eine junge Frau denkt nach und spricht mit Gott. Dabei fällt ihr mehr ein als sie dachte. Zusatzinformation: 8 Arbeitsblätter; 2 Infoblätter; Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

4675296   Kaufen, kaufen, kaufen

Typ: 46   Länge: ca. 43 min f   Produktionsjahr: 2015
Der Dokumentarfilm porträtiert junge Menschen und ihr Konsumverhalten sowie ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Konsum. Darüber hinaus zeigen die Jugendlichen im Selbstexperiment, wie sie zeitweise auf alltägliche Dinge wie Strom, Plastik oder Zucker verzichten. Ihre Erfahrungen und Einsichten werden in Videotagebüchern festgehalten. Verschiedene Nachhaltigkeitsmodelle werden exemplarisch dargestellt wie Leben ohne Geld, Werbung nur für Fair-Trade und Share-Economy.Zusatzmaterial: I CALL IT FOODGE (ca. 20 min): Eine Dokumentation über Lebensmittelverschwendung und Foodsaver. ICH SCHEISS AUF GELD (ca. 15 min): Der Film porträtiert freiwillig arme Menschen, die Konsum verweigern und damit die Wegwerfgesellschaft boykottieren. NÖ! (ca. 3 min): Ein Kurzfilm über einen Jugendlichen, der sich mit seinen Freunden gegen die Werbeindustrie zur Wehr setzt. Interview mit Anton Pieper (Südwind e.V., Institut für Ökonomie und Ökomene (ca. 12 min); Interview mit Dipl.-Psych. Jennifer Schmidt, Bergische Universität Wuppertal (ca. 10 min); Interview mit Hassaan Haki, Yool, Werbeagentur für Nachhaltigkeit (ca. 11 min).

4674614   Zoey

Typ: 46   Länge: ca. 40 min f   Produktionsjahr: 2015
Der fiktionale Spielfilm zeigt die 14-jährige Zoey, die mit dem Rückfall ihres alkoholkranken Vaters zu kämpfen hat. Der Alltag des Teenagers gerät ins Wanken und sie muss Verantwortung für ihren Vater, ihren 8-jährigen Bruder und sich selbst übernehmen, was nicht ohne Folgen bleibt.Zusatzmaterial: Begleitheft: Pädagogisches Begleitmaterial (27 S.) [PDF]. Begleitmaterial: Begleitheft: Medienprojekt Wuppertal (Wuppertal), 2015, 30 S. Inhaltsangabe: Module: – Die Personen im Film; – Alkohol – Vom Genuss zur Abhängigkeit; – Kinder – Sucht – Hilfe; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Internet-Links; Medientipps.

4654404   Jung und Moslem in Deutschland, Teil 1

Typ: 46   Länge: ca. 183 min f   Produktionsjahr: 2005
MEIN KOPFTUCH GEHÖRT DAZU (09:55 min): Vier junge Muslima erzählen über ihr Leben mit dem Kopftuch. Das Tragen des Kopftuchs ist Ausdruck ihrer Religiosität, die sie selbstbewusst leben. Sie schildern ihre Beweggründe, Erfahrungen und Probleme von Diskriminierung – z.B. bei der Arbeitssuche – und begründen, warum sie sich vor dem anderen Geschlecht verhüllen. DIE 5 SÄULEN DES ISLAM (19:27 min): Ilias, 18 Jahre, berichtet über die fünf Säulen des Islam. Das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Unterstützung von Bedürftigen, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerreise nach Mekka bilden den Rahmen des Lebens eines Moslem. Ilias beschreibt den Umgang mit diesen Regeln in seinem Alltag und den Einfluss auf sein Leben. ICH VERMISSE GAR NICHTS (10:43 min): Es gab mehrere Schritte im Laufe meines Lebens, wo sich das irgendwie weiterentwickelt hat, immer weiter gefestigt hat.“ Warum konvertiert ein 19-jähriger deutscher Christ zum Islam? REBAZ – PORTRAIT EINES IRAKISCHEN KURDEN (7:13 min): Der 18-jährige Rebaz floh mit seiner Familie vor fünf Jahren vor dem Krieg aus den kurdischen Gebieten im Norden des Iraks nach Deutschland. Im Film erzählt der sunnitische Moslem seine Ansichten zu den wichtigen Feldern seines Lebens: seine Religion, der Stellenwert der Ehre, die Funktion der Familie, seine zukünftige Ehe mit der schon lange versprochenen Cousine. Wie setzt er als junger Mann die Traditionen fort? ICH BIN GEZWUNGEN, ZWEI GESICHTER ZU TRAGEN (21:39 min): Muslimische Mädchen reden über ihre Einstellungen und Erlebnisse von Sexualität: über die Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und der Ehre der Familie, über verschiedene Einstellungen zur Verhüllung, über Menstruation und ihr Verhältnis zu ihrem Körper, über ihre Erfahrungen von Selbstbefriedigung, über Tabus und Sünde. Eine junge Frau erzählt (anonymisiert) von ihren vorehelichen (auch sexuellen) Beziehungen. DIE SONNE ÖFFNET DAS HERZ (16:13 min): Junge Moslems verschiedener Herkunftsländer reden über ihre Sexualität: über ihre Liebesbeziehungen und vorehelichen sexuellen Erfahrungen, über ihre geheimen Treffen und die Kontrolle durch ihre Familien; davon, wie ihre Eltern ihnen die Heiratspartnerin aussuchen, über ihre verschiedene Einstellungen zur Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und Erlebnisse der Entjungferung, über Selbstbefriedigung, über die Relation von Sexualität und Liebe, und wie sie später ihre Kinder erziehen wollen. ANIL UND AMELI (19:05 min): Religion soll für ihre Liebe kein Hindernis sein. Musik, Tanz und Sport verbindet das junge muslimische Paar. Mit freundlicher Offenheit gewähren die beiden Einblick in ihr modernes Leben. KLARTEXT: EIN FILM ÜBER MOSLEMISCHE MUSIK IN DEUTSCHLAND (12:36 min): Der Film stellt deutschsprachige moslemische Musik verschiedener Stilrichtungen mit ihrer Bedeutung für die Musiker und die Zuhörer dar. Mit den persönlichen und religiösen Aussagen ihrer Texte und der sehr emotionalen musikalischen Interpretation im Pop-, HipHop- oder Liedermacherstyle wollen die Musiker ihre religiösen Gefühle und politischen Messages vermitteln: über ihre Liebe zu Gott und den Menschen, über ihre Kritik am Irakkrieg, der Verfolgungshysterie und den Diskriminierungen von Moslems nach den Terrorangriffen vom 09. 11., über Leben und Tod. Ihre wichtigste Aussage wollen sie (musikalisch) jedem weitergeben: „Islam heißt Frieden“. KONSTRUIERTE WIRKLICHKEITEN (21:09 min): Ein Video über den Islam in den Medien. Eine Gruppe Moslems aus verschiedenen Herkunftsländern untersucht mediale Bilder, die über den Islam in Deutschland gezeigt werden, und deren Wahrnehmung. Der Film beinhaltet: a) Interviews mit Moslems und Nicht-Moslems zur subjektiven Wahrnehmung des Islams in den Medien. b) Beispielrecherchen in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen, insbesondere eines Spiegel-TV-Beitrages über Moslems in Deutschland. c) Eine Analyse von Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer zur Islamdarstellung in den Medien. TANER – EIN JUGE NDLICHER BEI MILLI GÖRÜS (32:58 min): Der Film portraitiert den zur Wuppertaler Milli-Görüs-Gemeinde gehörenden 18-jährigen Taner, der dort in der Jugendarbeit tätig ist und schon selbst Islamunterricht für Jugendliche gibt. HINTERGRÜNDE ZU MILLI GÖRÜS (10:14 min): Die islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) ist einer der größten islamischen Verbände in Deutschland mit engen Verbindungen zur Türkei. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet und von diesem als „extremistisch“ eingestuft.

4659511   Geiler Scheiß

Typ: 46   Länge: ca. 37 min f   Produktionsjahr: 2008
In dem Dokumentarfilm reflektieren Jugendliche offen ihren Umgang mit Pornografie im Internet, auf DVDs, in Zeitschriften etc. Junge Pornografiekonsumenten, Experten und Kritikerinnen kommen zu Wort. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen Pornografie, Sexualität und Moralvorstellungen.Zusatzmaterial: „Ein bisschen pervers“: Eine Umfrage unter Passanten; „Anregend, aufregend, aufklärend?“: Eine Umfrage mit SchülerInnen vor Wuppertaler Schulen; „pornös“: Junge Menschen auf der Sexmesse VENUS 2008; „Eine Frage der Moral“: Interview mit dem Sexualpädagogen Dr. Frank Herrath; „Ohne Liebe“: Interview mit dem Mitarbeiter Wolfgang Büscher der Berliner Einrichtung „Die Arche“; „Pornosüchtig“: Interview mit Phil Pöschl vom Selbsthilfeportal „Nackte Tatsachen“; Interview mit den FilmemacherInnen (gesamt 83 min).

4675333   I’m too sexy for my …

Typ: 46   Länge: ca. 49 min f   Produktionsjahr: 2015
Auch und gerade Mädchen und junge Frauen nehmen Sexismus in seinen verschiedenen Ausprägungsformen aktuell wahr. Sie nehmen ihn anders wahr, als in der Frauenbewegung der Siebziger- und Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts und gehen damit auch anders um. Betroffen von Sexismus sind – unabhängig von ihrer eigenen Wahrnehmung und Deutung – 100 % aller Mädchen und Frauen. Auch wenn auch Jungen und Männer von Geschlechterungerechtigkeit betroffen sind, konzentriert sich diese Dokumentation thematisch auf Mädchen und junge Frauen. Die Protagonistinnen setzen sich in dem Film intensiv mit dem Thema Sexismus auseinander und schildern dabei ihr ganz persönliches Erleben von Sexismus und ihren Umgang damit. Sie berichten von ihren Eindrücken, Erfahrungen, Ängsten und Wünschen, ohne sich dabei in einer Opferrolle festzuschreiben.Zusatzmaterial: Experteninterview mit Anne Wizorek, Medienberaterin und Netzfeministin (ca. 20 min); Szenischer Spielfilm zum Thema Sexismus (ca. 9 min).

4675513   Fremdfühlen

Typ: 46   Länge: ca. 12 min f   Produktionsjahr: 2015
Sechs junge Menschen mit Migrationshintergrund berichten davon, wo und wie sie sich zuhause bzw. fremd fühlen. Alexandra ist Jüdin und stammt aus der Ukraine, Erens Eltern kommt aus den kurdischen Gebieten der Türkei, Shagkayegh aus dem Iran, Horsts Vater ist Deutscher, seine Mutter Ecuadorianerin, er wurde in Ecuador geboren. Akram flüchtete aus Syrien nach Deutschland. Die Jugendlichen beschreiben ihre unterschiedlichen Identitäten. Sie wollen akzeptiert werden als Mensch und wollen nicht als Repräsentanten einer Gruppe behandelt werden, die sich anpassen soll. Ihr Plädoyer ist die Normalität einer gemischt-kulturellen Gesellschaft ohne Stereotype und Ressentiments, so versuchen sie zu leben.

4675336   Dagegen

Typ: 46   Länge: ca. 56 min f   Produktionsjahr: 2015
Schon immer haben Menschen protestiert, demonstriert oder sich dagegengestellt. Sie alle verbindet ein Motiv: der Wunsch, zum Ausdruck zu bringen, dass in ihren Augen etwas anders laufen sollte. Protestformen bilden aber nicht nur einen wichtigen Bestandteil der Menschheitsgeschichte, sondern auch ein kulturelles Phänomen, das zur Identitätsfindung junger Menschen beiträgt. Der Protest bietet ihnen die Möglichkeit, sich auszudrücken, sich gesellschaftlich einzubringen und in ihrer Meinung weiterzuentwickeln. Der Film begleitet junge ProtestlerInnen bei ihren kreativen und vielfältigen Versuchen, ihre Anliegen in der Öffentlichkeit zu verankern. Was sind jedoch ihre Gründe, was treibt sie an und was motiviert sie? Die Anlässe und Inhalte sind divers und reichen von Protesten gegen die Globalisierung über Themengebiete wie Tier- oder Umweltschutz bis hin zu lokal angesiedelten Schwerpunkten wie das Auflehnen gegen bestimmte Baumaßnahmen oder Gentrifizierungsmaßnahmen in der eigenen Nachbarschaft. Ebenso ideenreich sind auch die Protestarten. Egal ob klassische Formen wie Demos, Mahnwachen und Blockaden oder modernere Ausprägungen wie Online-Petitionen oder virale Kampagnen: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.Zusatzmaterial: Film „Flüchtlinge sind willkommen“; Interviews.

55500344 (online über Sesam) 46500499 (DVD)  Aus dem Kopf gefallen

Typ: 46   Länge: ca. 50 min f   Produktionsjahr: 2018
Die dokumentarische Filmreihe porträtiert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit FASD zwischen 8 und 36 Jahren in ihren (Pflege-)Familien. Der Fokus liegt auf dem Erleben der Betroffenen. Die Kamera begleitet die Jugendlichen in die Schule, in eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und eine Behindertenwerkstatt. Gefragt werden die Menschen nach ihren Perspektiven und nach ihren beruflichen Träumen und Lebenszielen. Wie gestaltet sich das soziale Leben außerhalb der Familie und Institutionen in Beruf und Schule? Wie ist der Kontakt zu Freunden in einem von außen unterstützten Alltag? Wie ist der Umgang mit Sexualität und Partnerschaft? Geschildert wird das Spektrum FASD aus der Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst. Im Zentrum stehen ihr Umgang mit ihren Beeinträchtigungen und ihr Erleben des Alltags. Dokumentiert wird auch der Umgang der Pflegeeltern wie auch der zumeist nicht leiblichen Geschwisterkinder. Wie reagieren die Beteiligten, wenn ein Kind keine Regeln einhalten kann? Wenn alles, was man beibringt, am nächsten Tag wieder vergessen ist? Welche Grenzen setzt man einem Menschen, der keine Grenzen spürt? Das Leben mit einem Kind mit FASD ist eine Herausforderung, die Überlastung und Ohnmachtsgefühle auslösen kann. Sie verlangt Kraft, Geduld und Flexibilität. Im Film kommen zudem Experten zu Wort, u. a. zu folgenden Themen: Was sind die Anforderungen an die Eltern, was bedeutet die Diagnose für die Familie? Welche Therapien und Unterstützungsformen gibt es für Familie und Kind? Was bedeutet die Krankheit für das Kind? Welche Einschränkungen bzw. Besonderheiten hat es? Welche Bewältigungsstrategien gibt es? Welche Therapieformen und Hilfen gibt es für Betroffene und betroffene Familien?Zusatzmaterial (ca. 65 min).

5564183 (online über Sesam) 4676802 (DVD)  Da geht was

Typ: 46   Länge: ca. 44 min f   Produktionsjahr: 2014
Tiere selbst schlachten, kein Mathe mehr als Pflichtfach, das Recht auf einen eigenen Parkplatz: Die Forderungen der Jugendpartei Die Freien haben es in sich. Neun Jugendliche im Alter zwischen 15 und 23 Jahren haben genug von Politik, die jugendliche Belange übergeht. Aus dieser Motivation heraus gründen sie ihre eigene Bewegung Die Freien. Ihre Forderungen spiegeln die Lebensweise der sogenannten Generation Y wieder: Weniger Schule, weniger Arbeit, mehr Leben. Der Film zeigt, welche persönlichen, bürokratischen und organisatorischen Hürden die Jugendlichen meistern müssen, um in der politischen Landschaft zu bestehen.Zusatzmaterial: Making of (20:26 min); Politker erzählen (12:01 min); Wünsche an die Freien (01:43 min); Begleitheft (31 S.) [PDF].